Mobile Internet Schneckerei?

Ein WebStandard Bericht über eine Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) kommt zum Ergebnis, dass bei den meisten mobilen Breitband-Angeboten viel mehr drauf steht, als im Endeffekt drin ist. Obwohl beworben wird dass Transfairraten von maximal 7.2 bzw. 3.6 Megabit möglich währen, kommt man im Praxisbetrieb nur auf einen Bruchteil davon.

Aus eigener leidiger Erfahrung kann ich dieses Phänomen teilweise bestätigen. Zwei Jahre war ich nun Kunde bei 3. Anfangs war ich noch mit vertretbaren 1.5 Megabit unterwegs, was ein einigermaßen flüssiges Surfen im Netz erlaubte. Mit der Zeit wurde die Verbindung jedoch immer schlechter; sogar in Ballungszentren, wo eigentlich eine gute Verbindung zu erwarten gewesen wäre. In der Weststeiermark komme ich mittlerweile nur mehr auf eine Rate von 200 Kilobit, also nicht wirklich viel schneller als ISDN. Dies ist für heutige Anforderungen nicht mehr akzeptabel.

Seit Kurzem bin ich auch über Bob Datenpaket unterwegs und erhalte dort Übertrangungsraten zwischen 7 und minimal 3 Megabit. Am selben Ort, wo mir die 3 Datenkarte nur magere 200 Kilobit auswürgt, segelt mein N900 über Bob mit 3 Megabit vorbei!!!

In besagtem Standard Bericht wird leider auch der Umstand verschwiegen, dass die von manchen Anbietern angebotenen Übertragungsraten nur aufgrund der schlechten Modems zustande kommen, die mit den Paketen verkauft werden. Obwohl Bob offiziell nur 3.6 Megabit angibt, kommt man mit einem geeigneten Modem (bzw. Handy) auf weitaus höhere Werte (das N900 könnte bis zu 10 Megabit erreichen).

Derzeit gibt es aus meiner Erfahrung nur einen Anbieter, der einigermaßen flottes mobiles Breitband bereitstellt, und das ist die Telekom Austria. Dafür eben auch nicht ganz billig. Wobei ich mit meinen 4 Euro pro Gigabyte bei Bob durchaus zufrieden bin.

Mal sehen was die Zukunft bringt, und wie lange die KonsumentInnen sich das noch gefallen lassen.

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