Leserbrief: Website des Standards für Menschen mit Sehbehinderungen nicht nutzbar

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich rezipiere Ihr Web-Angebot täglich und habe bis heute über diverse Accessibility-Probleme versucht hinwegzusehen. Was mir beim heutigen Besuch jedoch untergekommen ist, ließ mich sprachlos.

Bei allem Verständnis dafür, dass Sie den Betrieb der Web-Ausgabe des Standards durch Werbeeinnahmen finanzieren müssen, ist die Vorgehensweise, die Sie heute gewählt haben ein Schlag ins Gesicht für viele Personen mit Seh-Beeinträchtigungen.

Abgesehen davon, dass Sie am Kopf der Seite einen verschwommenen – vermutlich soll dies einen 3d Effekt darstellen – Werbebanner von Telering einblenden, der bei mir tatsächliche Kopfschmerzen ausgelöst hat, haben Sie auch noch das gesamte Farbschema an diese Werbe-Campagne angepasst.

Wenn Ihre Web-Verantwortlichen auch nur einen Hauch von Verständnis hinsichtlich der in Österreich nach dem BGstG anzuwendenden Web Content Accessibility Guidelines der WAI hätten, dann wäre ihnen bewusst, dass derartige verschiedenfärbige Hintergrundgrafiken vor schwarzer, oder in diesem Fall auch roter, Schrift den Text für viele Personen unleserliche macht.

Als Nutzer Ihres Angebotes erwarte ich mir, dass Sie das ursprüngliche Farbchema augenblicklich wieder aktivieren, und somit für mich zugänglich machen.

Von Ihrer Reaktion werde ich es abhängig machen, ein Schlichtungsverfahren wegen Diskriminierung aufgrund von Behinderung im Sinne des BGstG einzuleiten.

Diesen Leserbrief werde ich über die, mir im Internet zur Verfügung stehenden, kanäle auch einem breiteren Publikum zugänglich machen.

MfG. Andreas Jeitler.

Dieser Leserbrief wurde der Web-Redaktion des Standards per e-Mail an info@derStandard.at übermittelt.

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