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Archiv

Kategorie: Mobil

Nachdem Georg Holzer auf seinem Blog einen netten Artikel zum Thema erweiterte Kindle Nutzung publiziert hat, hier ein paar Überlegungen meinerseits zur Kindle-Nutzung.

Seit ich meinen Kindle habe, lungere ich wieder auf der Couch herum und lese dort. Mit der elektronischen Tinte hat man das Gefühl in einem Buch zu lesen. Größter Vorteil für mich, wenn ich müde bin, und die Augen schwer werden, kann man ganz leicht die Schriftgröße ändern – DAS geht mit einem Buch nicht.

Calibre es übrigens wirklich ein must-have, wenn man sich RSS Feeds abonieren will. So kann ich bequem am Frühstückstisch Blogs und Zeitungen lesen. Das Generieren der Kindle Files dauert jedoch auch auf meinem eigentlich sehr schnellen Desktop-PC seine Zeit. Immerhin müssen ja Abbilder ganzer Blogs erstellt, heruntergeladen, und in ein XML File gepackt werden. Auch wenn das ganze automatisch zu bestimmten Tages-Zeiten konfiguriert werden kann, so muss dafür doch ständig der PC laufen und Calibre gestartet sein. Daher werde ich dies demnächst auf einen Linux-Server auslagern, wo ein Calibre-Prozess läuft und meinen Kindle Account regelmäßig mit frischen Kindle-Files versorgt.

Eine große Schweinerei von Amazon ist jedoch der schlechte Support hinsichtlich Sprachsynthese. Nun gut, der Kindle 3 war offiziell nur auf Englisch erhältlich, hier lass ich mir noch einreden, dass es nur eine Englische Stimme gibt. Obwohl einige findige Leutchen auch hier eine Deutsche stimme (wie auch das Deutsche Nutzer-Interface) nachrüsten konnten. Anleitungen dazu finden sich im Netz.  Ein offizielles Nachrüsten durch Amazon wäre jedoch schon drinn gewesen. Da dieses Feature beim Kindle 4 überhaupt weggelassen zu sein worden scheint, überlege ich mir ernsthaft eine Schlichtung  nach dem Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz gegen Amazon einzuleiten, da hier eindeutig eine Diskriminierung von Personen mit Sehbehinderung vorliegt.

Der im Artikel angesprochene Rechtsstreit hinsichtlich Sprachsynthese bezog sich übrigens darauf, dass manche AutorInnen und Verlage der Meinung sind, dass die Ausgabe ihrer Werke über eine synthetische Stimme der Publikationsform eines Audiobooks gleichkommt. Hierfür könnten sie dann andere Preise verlangen. Wer sich jedoch schon einmal ein Buch mit Sprachsynthese vorlesen lassen hat weiss, dass dies absoluter Nonsense ist. Die künstliche Sprache versteht die Semantik des Textes nicht, womit jedes “Gefühl” verloren geht. Verschiedene Tonlagen (z.B. bei verschiedenen Personen) können ebenfalls nicht dargestellt werden.

In Sachen e-Books und Barrierefreiheit wird 2012 sicher noch ein lustiges Jahr werden, da sich die Verlage diesem Thema bewusst oder unbewusst bis heute nicht wirklich angenommen haben. Nach wie vor müssen an den Bibliotheken Printmedien aufwendig re-digitalisiert und aufbereitet werden, damit Personen mit Behinderungen sie rezipieren können. Für mich stellt sich hier die Frage, ob die Bibliotheken diese Kosten nicht eigentlich an die Verlage weitergeben sollten. Immerhin werden Druckwerke heute in der Regel ohnehin digital erzeugt und dank Kindle auch in entsprechender Form publiziert.

Lenovo Thinkpad Tablet

Vor ca 2 Monaten brachte Lenovo sein erstes Android Tablet mit dem innovativen Namen Thinkpad Tablet heraus. Während die Hardware-Spezifikationen denen anderer aktueller Android Tablets gleichen (Nvidia Tegra2 Chipsatz, 1GHz Dualcore CPU etc.) bietet dieses Tab auch einen aktiven Digitizer zur Stifteingabe und ein optionales Tastatur-Folio.

Als langjähriger zufriedener Thinkpad X Tablet User war ich natürlich sehr erfreut über diese Nachricht. Endlich ein leichtes Tablet, mit dem ich, wie bisher gewohnt, in Sitzungen per Stift mitschreiben kann.

Nun habe ich mein Tablet seit einigen Wochen. und blicke mit gemischten Gefühlen darauf.

20 Stunden Ladezeit sind “normal”.

Eigentlich ist die Möglichkeit, das Gerät über MicroUSB laden zu können eine feine Sache. Von Smartphones erwarten wir uns das mittlerweile (auch dank EU Richtlinie), bei Tablets werden nach wie vor oft eigene Stromstecker verbaut. Wie sich hier nun zeigt mit Grund, da USB leider nicht genug Energie liefert, um das Gerät gleichzeitig zu laden und zu nutzen. Zumindest bei diesem Gerät nicht, kann auch sein, dass Lenovo hier gepfuscht hat. Dieser Umstand muss Lenovo jedoch bekannt gewesen sein. Jedes Produkt wird vor der Auslieferung doch getestet (möchte man meinen). Der aus meiner Sicht einzige Weg zur Behebung dieses Problems wäre, dass Lenovo allen KäuferInnen einen Adapter zum Laden über den Dock-Port nachliefert, der das Gerät in angemessener Zeit lädt. Mit der, für ca. 60€ zuätzlich zu kaufenden Docking-Station funktioniert das laden nämlich prima. Hier kommt der Strom eben nicht über den MicroUSB Port, sondern den Lenovo eigenen Dock-Port, über den das Gerät angesteckt wird. Die Aussage des Lenovo Support gegenüber eines Thinkpad Tablet Slate Forum Users war jedoch: 20 Stunden Ladezeit seien bei diesem Gerät “normal”. Wird das Gerät nicht genutzt, reduziert sich die Ladezeit auf “nur” ca. 4-5 Stunden.

Hardware OK, Software ist BETA.

Auf Hardware-Seite gibt es wenig zu bekritteln. Das Tablet ist zwar ein wenig dicker und schwerer als seine Mitbewerber aber sehr schön verarbeitet. MicroUSB Stecker und Power Knopf sollte man jedoch etwas vorsichtig behandeln, da in den Support-Foren einige Fälle dokumentiert sind, bei denen diese lose wurden. Nachdem auch mein N900 sich damals seines microUSB Steckers entledigt hatte, bin ich hier jedoch übervorsichtig.

Beim derzeitigen Software-Stand kann das Gerät niemanden empfohlen werden, der / die nicht EntwicklerIn ist, mit Bugs leben kann und sich bei Problemen zu helfen weis. Als business Gerät, wie in der Werbung gepriesen, ist das Gerät sicher nicht geeignet.

Anfänglich betrug die Boot-Zeit bis zu 5 Minuten. Die, im Vergleich zu anderen Tablets mit ähnlicher Ausstattung sehr langsame Reaktionszeit wäre ja noch zu ertragen, wenn es nicht immer zu Software-Abstürzen kommen würde. Egal ob Browser, Market oder Google Maps – mitten in der Arbeit steht ein Hinweis, dass es “uns” leid tut, aber das aktuelle Programm abgesemmelt ist. Bei meinem Galaxy S2 gibt es derartige Vorkommnisse nicht.

Nach dem letzten Update hatte sich Lenovo auch schon ins nächste Fettnäpfchen gesetzt. Das lang ersehnte Firmware-Update wurde vor eineinhalb Wochen zunächst in den USA ausgerollt. Leider mit dem Erfolg, dass einige Geräte nach dem Update nicht mehr funktionsfähig waren. Wie sich herausstellte wurde bei diesem Update auch die Akku Firmware erneuert. Hatte man während des Updates das Gerät nicht mit der Ooriginal USB Kabel angesteckt, hatte es nach dem Update nicht mehr genug Saft um zu starten, und das Gerät hatte blöderweise den Akku “vergessen”. Das sind Fehler, die einfach nicht passieren dürfen. Lenovo zog das Update dann vorübergehend auch aus dem Verkehr, bot kurz darauf jedoch eine abgespeckte Version an, die Reibungslos installiert werden konnte. Seit diesem Update ist die Boot-Zeit von vormals 5 Minuten auf 30 Sekunden gesunken. Die allgemeine Performance konnte ebenfalls um einiges gesteigert werden.

Vor dem Kauf wurde mir seitens eines ubook Vertreters versichert, dass es für das Thinkpad Tablet auf jeden Fall ein Update auf Android 4.0 geben wird. Bis heute hat sich Lenovo – im Gegensatz zu anderen Herstellern – hierzu nicht geäußert. Die Firmen-Richtlinien sind sogar derart, dass auf Diskussionen die im Lenovo-Eigenen User Forum defakto überhaupt nicht geantwortet wird. Lenovo argumentiert, dies sei ein User helfen User Forum. Ein ähnliches Vorgehen konnte ich seinerzeit bei Nokia in Zusammenhang mit dem N900 beobachten. Man hatte eine, sehr aktive, EntwicklerInnen-Gemeinde, die gewillt war mit dem Unternehmen an Projekten zu arbeiten, Beta-Versionen zu testen etc. Dies wurde jedoch in keiner Weise genutzt. Updates oder ein Release-Plan wurden nicht vorher bekannt gegeben, und die User im Dunkeln gelassen. Das N900 ist bekannter Weise kurz darauf “gestorben”.

Lenovo hat mit seiner Vorgehensweise einige seiner treuen Kunden sehr unmutig gestimmt. Viele werden sich zukünftig überlegen, Thinkpad Geräte zu kaufen. Dummerweise sind gerade IT EntscheidungsträgerInnen in diesem Forum zu finden, die in ihren Unternehmen für den Ankauf ganzer Geräte-Flotten verantwortlich sind.

Handballen-Erkennung mangelhaft

Wer, wie ich schon seit vielen Jahren, ein Thinkpad X Tablet sein eigen nennt weiß, wie toll der Vacom Stift dieser Geräte funktioniert. Sobald der Stift in die Nähe des Bildschirms kommt, wird die Touch-Funktion deaktiviert, und nur der Stift ist für die Eingabe zuständig. Man möchte meinen, dass Lenovo diese langjährige Erfahrung auch auf seine Android-Tablets übernimmt. Falsch gedacht. Angeblich sollte das Gerät ebenfalls über eine Handballen-Erkennung verfügen, diese Funktioniert jedoch nur in bestimmten Apps, und auch dort nur bedingt. Ich hoffe jedoch, dass auch dieses Problem Softwaremäßig gelöst werden können wird.

Das Tastatur-Folio

Thinkpad Tablet Folie ausgebreitet hingelegt.Nach nur 6-wöchiger Wartezeit ist nun auch das Tastatur-Folio eingetroffen. Im Gegensatz zum Tastatur-Dock des ASUS Transformer, dass mit eigenem Akku und zusätzlichen Anschlüssen daherkommt, ist das Lenovo-Folio eine wacklige Geschichte. Von aussen sieht es wie eine Leder-Aktenmappe aus. Klappt man es auf, kann auf der einen Seite das Tablet über den USB Port angesteckt werden. Hier haben Lenovo Produkt-Designer wirklich mitgedacht, denn der für das Tablet als Verkaufsschlager angepriesene echte USB Port ist damit verbaut. Man hätte ja auch in das Folie einen Hub einbauen können, und auf der Seite einen USB-Port anbringen, aber daran scheint man nicht gedacht zu haben, wäre ja eine Innovation sowas.

Thinkpad Tablet Folie aufgestelltEinmal aufgestellt lässt sich mit dem Folie ober wirklich gut tippen. Hier kann man sich auf eine Thinkpad Tastatur freuen, wenn auch nicht ganz gleich der Qualität richtiger Thinkpad Tastaturen, so ist sie doch qualitativ in Ordnung. Der optische Trackpoint ist jedoch keine gelungene Innovation. Ja er funktioniert, und schön, man hat damit in das kleine Dock einen Mouse-Ersatz eingebaut, aber wie. Man stelle sich ein 2cm Touchpad vor – voilla. Nichts anderes ist dieser nämlich. Argumentiert wird diese Entscheidung Seitens Lenovo wegen des geringen Platzes. Ein echter Trackpoint wäre nämlich anscheinend zu hoch geworden. Meine meinung – nonsence. ICH WILL MEINEN ECHTEN TRACKPOINT! Beim Arbeiten resultiert das nun darin, dass ich den optischen Trackpoint so gut wie nie verwende, sondern lieber auf den Screen tippe. Nun gut, steckt man eben eine Maus dazu… Auchja, der USB-Port ist ja verbaut – *nirg*. Ich werde es einmal mit einer Bluetoth Maus versuchen. Akku-Mäßig fällt das Dock dank USB Anbindung nicht wirklich ins Gewicht.

Thinkpad Tablet Folie kann nicht in der Hand gehalten werdenAuf einer Fläche wie dem Schreibtisch, einem Küchentisch oder ein kleines Tischchen im Zug steht das Folio wunderbar. Die Magnethalterung sorgt für guten Halt des Tablets an der Tastatur. Nur wehe dem, der das Folie mit eingestecktem Tablet in eine Hand nehmen, und durch die Gegend wandern möchte, oder sich gar irgendwo in die Ecke setzen will und keine fixe Unterlage zur Verfügung steht. Hier war nämlich ebenfalls ein kreativer Lenovo-Designer am Werk. Der hintere Teil der Unterseite ist nämlich keine stabile Fläche, und biegt sich nach unten, wenn sie auf keinem festen Untergrund steht. Ist man unachtsam, kann es passieren, dass die Magneten der Tablet-Halterung nachgeben, und das Tablet Kopfüber nach unten hängt. Es sollte zwar nicht aus der Verankerung fallen, aber wenn es blöd kommt, könnte auch das passieren. Zwar sollte das Thinkpad Tablet einen Sturz aushalten – es gibt dazu ein nettes Stresstest-Video, doch ausprobieren möchte ich dies lieber nicht.

Fazit

Trotz all der Mängel möchte ich mein Tablet momentan nicht gegen ein anderes Gerät tauschen, da es prinzipiell all meine Anforderungen erfüllt. Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten sind die meisten zur Zeit aufscheinenden Probleme Software-Technischer Natur. Ich hoffe, Lenovo wird hier noch gründlich nachbessern. Mit dem ersten Update, dass ich erleben durfte, wurden schon die lange Boot-Zeit, Performance und einige andere Kleinigkeiten massiv verbessert. Ich habe mir jedoch von Anfang an keine Illusionen gemacht, dass es meinen Thinkpad-Convertable auf Reisen vollständig ersetzen wird. Massiv entteuscht bin ich von Lenovo dahingehend, dass man ein halb-fertiges Gerät als BUSINESS Maschine auf den Markt geworfen hat, beim Design anscheinend alles über Board geworfen hat, was man von IBM mitbekommen hat, und die Kunden großteils nun im Regen stehen lässt. Würde das bald erscheinend ASUS Transformer Prime einen aktiven Digitizer sein eigen nennen, würde ich keine 10 Minuten nachdenken, wo meine nächste Investition landen wird. Nachdem Android 4.0 nun auch eine Unterstützung für Stifteingabe enthält, bin ich guter Hoffnung, dass uns im Laufe des nächsten Jahres noch einige derartige Geräte angeboten werden.

Gutes altes N900Endlich bin ich nun in der Android-Welt angekommen. Vor kurzem ist mein Galaxy S2 ins Haus geflattert. Obwohl ich mir auch kurz den Umstieg auf iPhone überlegt hatte, bin ich doch wieder im Open Source Lager abgestiegen.

Nach der entteuschenden Nummer, die sich Nokia mit all jenen geleistet hat, die sich vor zwei Jahren das brandneue Super-Phone N900 gekauft hatten, ist die Vielzahl an unterstützten Anwendungen unter Android eine Wohltat. Damit man mich nicht falsch versteht, das N900 ist ein tolles Stück Hardware, nur leider wurde Maemo nicht mehr weiterentwickelt, und nach anfänglicher Euphorie haben dann auch die meisten Entwickler dem OS den Rücken zugewandt.

Zwei Jahre sind auch eine halbe Ewigkeit in der IT und Telekom Welt von heute. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es aus meiner Sicht fast nichts gibt, was das Galaxy S2 nicht zumindest eine Spur besser hinbekommt als das N900.

Galaxy S2 fotografiert mit N900Fotos werden gestochen scharf, das Installieren und Starten von Apps geht so schnell, dass man oft keine Verzögerung merkt, Soziale Netze sind gut integriert, und auch sonst es das Arbeiten das reinste Vergnügen. Achja, und telefonieren kann man natürlich auch. Einziges Manko: Die Hardware-Tastatur des N900 werde ich vermissen, dafür ist das Galaxy aber wunderbar flach, und an die Software-Tastatur habe ich mich schnell gewöhnt.

Vor diesem Hintergrund wird es hier künftig in erster Linie Meldungen zu Android geben.

R.I.P. N900, es war eine schöne Zeit.

Der MicroUSB Anschluss einiger N900 Geräte ist nur mit zwei einfachen Lötstellen am Gerät befestigt und es besteht daher die Gefahr, dass sie die Buchse löst.

Schon seit einiger Zeit kann ich mein schönes N900 nicht mehr über das Stom-Netz laden. Grund dafür ist, dass es über keinen MicroUSB-Anschluss mehr verfügt. Dieser ist eines Tages einfach mit aus seiner Verankerung herausgekommen. Anscheinend hat es ihm an seinem angestammten Platz nicht mehr gefallen. Fazit ist, dass ich das N900 jetzt nicht mehr laden, und über USB keine Daten mehr austauschen kann.

Das Ladeproblem konnte ich dadurch lösen, dass ich mir auf eBay einfach ein Reiseladegerät besorgt habe, mit dem ich die Akkus bequem nebenher lade. Das Wechseln der Akkus geht mittlerweile sehr flott und ich bin nun wirklich mobil, da ich aufgrund mehrerer Akkus immer vom Netz unabhängig bin.

Keinen Datenaustausch über USB betreiben zu können ist zwar lästig, aber verkraftbar. Dank wlan und bluetoth existieren brauchbare Alternativen. Dennoch würde ich das n900 hin und wieder gerne als Modem für mein Notebook nutzen. Dies geht zwar auch über wlan oder bluetooth, nur meist mit hohem Stromverbrauch, was längere durchgehende Online-Zeiten unmöglich macht.

Obwohl im Moment nicht nötig, so wäre es wünschenswert die Möglichkeit zu besitzen, das Handy einmal zu flashen (z.B. um MeeGo darauf zu installieren). Dies ist nun leider nicht mehr möglich, da über USB realisiert.

Beim Kundenservice von Nokia hat man mir davon abgeraten, das Gerät einzusenden, da es schwer zu beweisen sein dürfte, dass hier kein Fremdverschulden vorliegt. Da ich mein N900 aber ohnehin nicht über einen längeren Zeitraum entbehren möchte, habe ich mich mit der Situation abgefunden.

Im Anbetracht der Tatsache, dass das N900 kein billig Modell ist (immerhin ist es lange Zeit das Flagschiff von Nokia gewesen, ist es jedoch sehr verwunderlich dass in diesem Billig-Komponenten verbaut wurden. Beim N9 wird hoffentlich eine stabilere Befestigungsmethode geählt, denn das Ladekabel wird immerhin ständig beansprucht, da man selten über einen Tag kommt, ohne das Gerät nachzufüttern.

Wie sich herausgestellt hat, scheine ich jedoch nicht der Einzige mit diesem USB-Problem zu sein. Der Fehler scheint häufiger aufzutreten, und Nokia scheint sich des Problems bewusst zu sein.

Neben einigen Artikeln wird nun auch mit Hilfe einer Umfrage versucht, das Ausmaß der Fehlerhäufigkeit zu prüfen.

Weblinks:

Google hat nun bekannt gegeben, dass in Android eine Funktion eingebaut ist, die es Google erlaubt angebliche Schadsoftware per Fernwartung von Smartphones zu entfernen.

Vor einiger Zeit hatte bereits Amazon berichtet aus lizenzrechtlichen Gründen Bücher von Kindle-Geräten entfernt zu haben. Diese Nachricht hatte für massig Gesprächsstoff unter Datenschützern und Usern gesorgt.

In Foren und auf Blogs wird bereits eifrig über Sinn, Sicherheit etc.  des Android-Sicherheitsfeatures diskutiert. Immerhin hat ja auch Apple, soweit ich mich erinnere, seine Produkte fest im Griff und behält sich das Recht vor, ähnliche Funktionalitäten zu nutzen.

Interessant ist auch das Feature, welches Google erlaubt, eigenständig Software auf den Geräten zu installieren. Damit könnte theoretisch jedes Handy in eine Wanze verwandelt werden. Ein Kindheitstraum von CIA, NSA und Co.

Ich persönlich mag es nicht, wenn meine Geräte Eigeniniziative entwickeln, ohne mich vorher zu fragen. Auch aktuelle Versionen von Windows führen in der Standard-Installation Updates im Hintergrund durch, ohne die User damit zu belästigen. Sehr lästig ist dies beispielsweise, wenn man seinen PC ausschalten möchte, und man dann erst warten muss, bis Updates installiert wurden.  Immerhin kann diese Funktionalität abgeschwächt oder deaktiviert werden, auch wenn man nie sicher weis, ob Microsoft nicht trotzdem ungesehene Updates nachrüstet.

Aber Google-Android ist doch Open Source…! Warum ist diese Funktionalität niemanden aufgefallen? Angeblich ist es das ja, nur wurde dies als tolles und eigentlich harmloses Sicherheits-Feature erachtet.

Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden, Möglichkeiten zu schaffen Endkundinnen und -kunden vor Viren, Trojanern und anderer bösartiger Software zu schützen. Ich will nur darüber informiert werden, und dann selbst auf den Löschen-Knopf drücken. Wenn es sich um ein grobes Sicherheitsproblem handelt, kann ja permanent eine Sicherheitswarnung eingeblendet werden, die mich auf den Umstand hinweist, dass sich da etwas ungutes auf meinem Gerät befindet welches ich besser entfernen sollte. “Möchten sie diesen bösartigen Trojaner von ihrem Gerät entfernen (ja/nein danke)” – wäre doch eine freundliche Art und Weise nachzufragen.

Auch ungekehrt, im Falle der Installtion von Software: “Ein neues Sicherheitsfeature wurde für Sie bereitgestellt, möchten Sie dieses installieren? (Ja/Nein Danke)”.

Ein Bedürfnis nach Sicherheit ist bei den meisten Nutzerinnen und Nutzern gegeben. Am PC installiert sich fast jede oder jeder ein Anti-Viren Programm. Deshalb werden die wenigsten etwas gegen Aktualisierungen einzuwenden haben, die ihr Gerät vor Fehlfunktionen, Datenverlust oder Zugriff durch andere schützen. Nur muss dies auf freiwilliger Basis passieren.

Links:

Aktualisierung: Kurz nach meinem Bericht erhielt ich vom Autor des Open Source Programms OpenQuando die Mitteilung, dass er nach Aufforderung der Betreiber von Quando sein Programm nicht weiter verbreiten dürfe. Er hat die Software daher auch aus dem Programmkatalog von maemo.org entfernt.

Nachdem für Maemo (also das Nokia N900) vom Betreiber kein Client angeboten wird, empfinde ich es als Ungeheuerlichkeit, die Entwicklung einer Open-Source Lösung, die ihnen keinen Cent kostet zu verbieten. Liebe Wiener Linien, es wäre viel intelligenter gewesen, die Entwicklung eines für Euch konstenlosen Clients zu unterstützen!

Aus diesem Grund überlege ich mir Schritte gegen die Betreiber zu unternehmen, da sie mir damit die Möglichkeit nehmen, auf ihren Service zuzugreifen. Ich werde mir deshalb nämlich sicher kein neues Handy zulegen.

Mir hat dieser Vorfall nur gezeigt, dass man mit Kritik anscheinend in Österreich immer weiter kommt als mit Lob. Ich werde mich davor hüten, derartige Services ob ihrer tollen Dienste vorzeitig zu präferieren und meine guten Erfahrungen zu veröffentlichen.

Vermutlich lebe ich als nicht-Wiener am Mond, und den Service Quando kennt sowieso schon jeder.

Ich bin für mein N900 über das nette Tool OpenQuando gestoßen, dass für eine angegebene Haltestelle in Wien anzeigt, welche Busse und / oder Straßenbahnen in wievielen Minuten als nächstes ankommen.

OpenQuando greift dabei auf den Quando-Service der Wiener Linien zu. Für viele Handies und Smartphones gibt es offizielle Clients, für das N900 wurde nun eine OpenSource Lösung implementiert.

Für mich, wie auch für viele andere Personen mit Sehbeeinträchtigungen wird dieser Service eine große Hilfe darstellen, da man neben der Echtzeit-Anzeige auch Fahrpläne abfragen und Online-Tickets kaufen kann.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Umsetzungen auf den einzelnen Endgeräten auch entsprechend Barrierefrei programmiert wurden.

An Quando könnten sich die Verkehrsbetriebe anderer Regionen ein großes Beispiel nehmen.

Weblinks:

Ein WebStandard Bericht über eine Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) kommt zum Ergebnis, dass bei den meisten mobilen Breitband-Angeboten viel mehr drauf steht, als im Endeffekt drin ist. Obwohl beworben wird dass Transfairraten von maximal 7.2 bzw. 3.6 Megabit möglich währen, kommt man im Praxisbetrieb nur auf einen Bruchteil davon.

Aus eigener leidiger Erfahrung kann ich dieses Phänomen teilweise bestätigen. Zwei Jahre war ich nun Kunde bei 3. Anfangs war ich noch mit vertretbaren 1.5 Megabit unterwegs, was ein einigermaßen flüssiges Surfen im Netz erlaubte. Mit der Zeit wurde die Verbindung jedoch immer schlechter; sogar in Ballungszentren, wo eigentlich eine gute Verbindung zu erwarten gewesen wäre. In der Weststeiermark komme ich mittlerweile nur mehr auf eine Rate von 200 Kilobit, also nicht wirklich viel schneller als ISDN. Dies ist für heutige Anforderungen nicht mehr akzeptabel.

Seit Kurzem bin ich auch über Bob Datenpaket unterwegs und erhalte dort Übertrangungsraten zwischen 7 und minimal 3 Megabit. Am selben Ort, wo mir die 3 Datenkarte nur magere 200 Kilobit auswürgt, segelt mein N900 über Bob mit 3 Megabit vorbei!!!

In besagtem Standard Bericht wird leider auch der Umstand verschwiegen, dass die von manchen Anbietern angebotenen Übertragungsraten nur aufgrund der schlechten Modems zustande kommen, die mit den Paketen verkauft werden. Obwohl Bob offiziell nur 3.6 Megabit angibt, kommt man mit einem geeigneten Modem (bzw. Handy) auf weitaus höhere Werte (das N900 könnte bis zu 10 Megabit erreichen).

Derzeit gibt es aus meiner Erfahrung nur einen Anbieter, der einigermaßen flottes mobiles Breitband bereitstellt, und das ist die Telekom Austria. Dafür eben auch nicht ganz billig. Wobei ich mit meinen 4 Euro pro Gigabyte bei Bob durchaus zufrieden bin.

Mal sehen was die Zukunft bringt, und wie lange die KonsumentInnen sich das noch gefallen lassen.

Nokia und Intel gaben heute bekannt, dass die beiden Betriebssysteme Maemo (Nokia’s Internet Tablet Plattform) und Moblin (Intel’s OS für Netbooks) zusammengelegt, und zukünftig unter dem neuen Label MeeGo veröffentlicht werden sollen.

Möglich ist dies, da beide auf Linux basieren und viele Gemeinsamkeiten aufweisen.

Hat hier jemand Angst vor dem großen Bruder Google bekommen, der mit Android und ChromeOS den Weltmarkt erobern will? Genau die Tatsache, dass MeeGo nicht von Google stammt, könnte die Plattform jedoch für viele wieder interessant gestalten. Stellt sich nur die Frage, ob der Zug nicht schon längst abgefahren ist.

Auf meinem N900 habe ich Maemo sehr zu schätzen gelernt. Im Gegensatz zu Android, das ebenfalls auf Linux basiert, bietet Maemo vollen Zugriff auf alle Low-Level Komponenten des Betriebssystems. Ich kann mich über ssh auf meinem N900 einloggen, und es wie einen Linux Server administrieren. Zudem ist es verhältnismäßig einfach für Desktop-Linux Distributionen geschriebene Software auf Maemo zu portieren (was derzeit auch im großen Stil betrieben wird). Da es sich in der Regel um C/C++ Programme, bzw. Python oder Perl Skripts handelt, werden Systemressourcen in der Regel sehr effizient ausgenutzt. Die Software braucht weniger Speicher und ist sehr schnell.

Im Gegensatz dazu verwendet Android einen Java Aufsatz als Schnittstelle für Programmierer. Java bietet wunderbare Entwicklungstools und den Vorteil, dass man einmal ein Programm schreibt, dass auf vielen Plattformen lauffähig ist. Dies resultiert jedoch in mehr Ressourcen-Verbrauch (mehr Speicher und Prozessorleistung).

Werden zwei, wenn auch sehr ähnliche, Projekte zusammengelegt kommt es unweigerlich dazu, dass einzelne Features der Systeme auf der Strecke bleiben. Beispielsweise wird MeeGo als Paketverwaltungssystem nicht mehr das aus Debian kommende, sehr sehr gut funktionierende, .deb Paketsystem verwenden, sondern auf RPM (Redhat Paket System) aufbauen. Aus meiner Redhat/SuSE/Mandrake Zeit erinnere ich mich an diverse Schwächen von RPM, die durch den Umstieg auf Debian/Ubuntu der Vergangenheit angehörten. Ich vermute jedoch, dass sich auch RPM mit der Zeit weiterentwickelt haben wird.

Bleibt die Frage, ob die EntwicklerInnen-Gemeinde dem neuen Projekt treu bleibt. Nokia hat bisher nicht besonders gute Arbeit darin geleistet, EntwicklerInnen die Möglichkeit zu bieten, nachhaltige Software zu schreiben. Applikationen, die unter früheren Maemo Versionen gelaufen sind, mussten für Maemo 5 aufwendig angepasst werden, und kurz nachdem Maemo 5 mit dem N900 veröffentlicht wurde, war bereits die Rede von Maemo 6, das wiederum alles über den Haufen werfen sollte. Zusätzlich ist auch nicht sicher, ob Maemo 6 am N900 überhaupt lauffähig sein wird. Dies ist auch für Enduser keine zufriedenstellende Situation. Wer blättert schon gerne 600€ für ein Tablet hin, und kann aktuelle Software schon nach weniger als einem Jahr nicht mehr einsetzen. Zumindest sollen laut Nokia Geräte die für Maemo 6 entwickelt werden, auch MeeGo ready sein. Als EntwicklerIn muss man sich da schon überlegen, ob man Applikationen schreiben möchte, die in wenigen Monaten so schon wieder nicht mehr einsetzbar sein wird. Und nun soll mit MeeGo gleich ein ganzes neues Betriebssystem kommen… Wenn dies schlussendlich zu nachhaltiger Software führt, die auch über mehrere Versionen des Betriebssystems einsetzbar ist, kann man sich damit schon Freunde machen.

Wir dürfen gespannt sein, was die Fusion ergibt. Bleibt zu hoffen, dass das Resultat mehr als die Summe der Einzelteile ein wird, und nicht umgekehrt. Eine Alternative zum allmächtigen Google-Universum ist aus meiner Sicht, nicht zuletzt zur Vermeidung von Monopolen und der Sicherstellung freier Wahlmöglichkeiten, sehr zu begrüßen.

Quellen:

Einige Links: